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Echte Geschwindigkeit

Welche Internetgeschwindigkeit brauchen Sie wirklich? Ein Praxisleitfaden

Den meisten Haushalten wird weit mehr Geschwindigkeit verkauft, als sie nutzen können. So viel kostet jede Tätigkeit wirklich, in beiden Einheiten.

Das MbpsToMB-Team3 Min LesezeitAktualisiert:

Internettarife werden verkauft wie Autos über die Höchstgeschwindigkeit: Die Zahl stimmt, aber fast niemand fährt sie. Hier steht, was Ihr Haushalt tatsächlich verbraucht — und ab wann mehr zu zahlen nichts mehr verändert, das Sie wahrnehmen können.

Die kurze Antwort

Für die meisten Haushalte sind 100 Mbps (12,5 MB/s) komfortabel, 200–300 Mbps großzügig, und oberhalb von 500 Mbps beschränkt sich der Nutzen auf große Downloads statt auf den Alltag.

Der Grund: Streaming — die Tätigkeit, um die sich die meisten Sorgen machen — ist bemerkenswert genügsam. Es sind Downloads, nicht Videos, die echte Bandbreite verbrauchen.

Was jede Tätigkeit tatsächlich kostet

TätigkeitBrauchtIn MB/s
Surfen, E-Mail5 Mbps0,63 MB/s
HD-Videoanruf3 – 5 Mbps0,4 – 0,63 MB/s
Musik-Streaming0,3 Mbps0,04 MB/s
1080p-Videostream5 – 8 Mbps0,63 – 1 MB/s
4K-Videostream15 – 25 Mbps1,9 – 3,1 MB/s
Online-Gaming (im Spiel)3 – 6 Mbps0,4 – 0,75 MB/s
Spiele-Downloadsso viel wie verfügbar
Dauerbedarf je gleichzeitigem Stream oder Sitzung.

Zwei Dinge fallen auf. Erstens: Online zu spielen verbraucht kaum Bandbreite — es braucht niedrige Latenz, nicht hohen Durchsatz, eine Unterscheidung, die wir in Fachbegriffe der Internetgeschwindigkeit behandeln. Zweitens: Ein 4K-Stream mit 25 Mbps verbraucht nur 3,1 MB/s, was ein 100-Mbps-Anschluss viermal nebeneinander schafft.

Für einen echten Haushalt zusammengezählt

Ein trubeliger Abend in einer vierköpfigen Familie könnte so aussehen:

  • Ein 4K-Stream im Wohnzimmer — 25 Mbps
  • Ein 1080p-Stream im Schlafzimmer — 8 Mbps
  • Ein Videoanruf fürs Büro — 5 Mbps
  • Jemand spielt online — 6 Mbps
  • Smartphones und Smart-Home-Geräte im Hintergrund — 5 Mbps

Summe: rund 49 Mbps oder 6,1 MB/s — bequem innerhalb eines 100-Mbps-Tarifs, mit Luft nach oben.

Deshalb fühlt sich der Wechsel von 300 Mbps auf 1 Gbps so oft an, als hätte sich nichts geändert. Ihre Streams waren nie die Beschränkung.

Wo mehr Geschwindigkeit wirklich hilft

Es gibt eine Tätigkeit, die jedes Megabit aufsaugt, das Sie ihr geben: große Dateiübertragungen.

TarifMB/s50-GB-Spiel
50 Mbps6,25 MB/s2 Std. 13 Min.
100 Mbps12,5 MB/s1 Std. 7 Min.
300 Mbps37,5 MB/s22 Min.
500 Mbps62,5 MB/s13 Min.
1000 Mbps125 MB/s7 Min.
Theoretische Zeiten, dezimale Größen.

Wenn Sie regelmäßig große Spiele installieren, mit Videodateien arbeiten oder einen Rechner in die Cloud sichern, ist der Sprung von 100 auf 500 Mbps sehr deutlich spürbar. Wenn Ihre schwerste Nutzung Netflix ist, nicht.

Den Upload nicht übersehen

Der Download bekommt die Schlagzeile, aber der Upload ist das, was bei Kabel- und DSL-Anschlüssen zuerst versagt. Diese sind oft stark asymmetrisch — ein 500/20-Mbps-Tarif ist üblich.

Der Upload zählt bei Videoanrufen, Cloud-Backups, dem Versand großer Dateien an Kunden und beim Streaming von Spielen. 20 Mbps Upload sind nur 2,5 MB/s, eine 4-GB-Videodatei braucht also rund 27 Minuten. Glasfaseranschlüsse sind meist symmetrisch und haben dieses Problem nicht — siehe Upload und Download im Vergleich.

Eine einfache Faustregel zur Dimensionierung

  1. Zählen Sie die gleichzeitigen Streams Ihres Haushalts zur Stoßzeit zusammen — 25 Mbps je 4K, 8 je 1080p, 5 je Videoanruf.
  2. Verdoppeln Sie das, um Luft für Hintergrund-Updates und Spitzen zu lassen.
  3. Lädt jemand große Spiele oder Videodateien, gehen Sie eine Stufe höher.
  4. Prüfen Sie den Upload-Wert separat gegen Ihre eigenen Upload-Gewohnheiten.

Dieses Vorgehen landet die meisten Haushalte zwischen 100 und 300 Mbps, was 12,5–37,5 MB/s echter Downloadgeschwindigkeit entspricht.

Sehen, was ein Tarif wirklich liefertRechnen Sie jede beworbene Geschwindigkeit in die MB/s um, die Sie tatsächlich sehen werden.Tarif umrechnen

Das Wichtigste

Stufen oberhalb von rund 300 Mbps kaufen Ihnen schnellere Downloads, kein besseres Streaming-Erlebnis. Klären Sie vor einem Upgrade, ob Ihr Problem überhaupt der Durchsatz ist — ein schwaches WLAN-Signal oder ein gesättigter Upload-Kanal lassen sich mit einer größeren Download-Zahl nicht beheben, so beeindruckend sie auf der Rechnung auch aussieht.

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